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Geschichte



Das Jahr


1896 Vergabe des Kohlenfeldes Potsdam (durch das Oberbergamt Dortmund)
1902 Der preußische Staat erwirbt und verstaatlicht die Steinkohlenfelder in Westfalen.

Aus dem Besitz des Industriellen August Thyssen wurden die Steinkohlenfelder der „Vereinigten Gladbeck“, Potsdam und Bergmannsglück verstaatlicht.

1903


Die Preußische Bergwerksdirektion wird gegründet. Von Dortmund wird ihr Sitz 1905 nach Recklinghausen verlegt. Später wird die Berginspektion 2 in Gladbeck für die Zeche "Thyssen 1 /2" und Zeche "Potsdam" errichtet. Zeche "Thyssen 1 /2" wurde dann in „Zeche Möller“ und die Zeche „Potsdam" in Zeche "Zweckel“ umbenannt.
1908




Beginn der „Abteufung“ der beiden Schächte „Zeche Berlin“ in Scholven und der beiden Schächte „Zeche Potsdam“, später Zeche Zweckel. Vom 1. bis zum 10. Juli besteht die Belegschaft auf Zweckel aus 5 Männern. Schacht1 wird abgeteuft. 100 m nördlich des Schachtes 1 beginnt am 1. August die Abteufung des Schachtes 2. Im September errichtet man hölzerne Schachtgerüste.

Der Gladbecker Schlachthof wird errichtet.

1909


Die Maschinenhalle, für die zentrale Energieversorgung wird in Zweckel errichtet. Die Spannungs-Umformeranlage nach dem Illgner-Verfahren Baujahr 1908 wird eingebaut. Damals gehörte diese zu den modernsten Maschinen im Ruhrbergbau. Die Schächte erreichen die Karbonschichten.
1910

Der Förderturm 2 wird errichtet und in Betrieb genommen. Beim Niederbringen des Schachtes 2 trifft man auf salzhaltiges Wasser, der sogenannten Sole. Dies führt zur Gründung des „Königlichen Solbades Zweckel“.
1911 Im Dezember werden bei Vorrichtungsarbeiten auch die ersten 175 Wagen Steinkohle gewonnen.
1912



Über Schacht 1 wird das Fördergerüst errichtet. Am 28. August 1912 „versoff“ die Zeche nachdem die elektrische Wasserhaltung ausgefallen war. Die Kumpel wurden nach Scholven und Möller verlegt.

In den Stadtteilen Zweckel und Scholven werden die Bergarbeiter- und Bergbeamtenwohnungen gebaut.

1913

Bei einer Belegschaftsgröße von 717 Mitarbeitern fördert man 97732 Tonnen Steinkohle.

Bergleute der Zechen Zweckel und Scholven gründen den Männergesangverein "MGV Gladbeck-Scholven e.V."

1914 736 Leute fördern schon 173938 Tonnen Kohle.
1928 Untertage gibt es die erste Verbindung mit der Schwesterzeche Scholven.
1929



Die Kohlenförderung übernimmt die Zeche Scholven. Die Seilfahrt der Bergleute bleibt in Zweckel, sowie Materialförderung, Energieversorgung und „Wasserhaltung“.

Die Straßenbahn führt jetzt auch nach Zweckel. Gladbeck bekommt ein eigenes Fernsprechamt. (Vormals Amt Horst)

1944

Nach schweren Luftangriffen und Zerstörungen der Zeche Scholven und der Kokerei, übernimmt Zweckel wieder die Kohlenförderung.
1945



Der Arzt Dr. Schumann übernimmt die Betreuung der Bergleute und deren Familienangehörigen unter falschen Namen, wird aber später als KZ-Arzt enttarnt und nach langjähriger Flucht verhaftet. Als Arzt in Zweckel genoss er zuerst Anerkennung und Kompetenz. Viele dachten später, durch seine Arbeit wollte er seine Schuld wieder gut machen.
1954 Abriss der ersten nicht mehr gebrauchten Übertageanlagen.
1961 Die Seilfahrt wird von Zweckel nach Scholven verlegt.
1963
Aufgabe des Kohlenabbaues mit Schließung der Zeche Zweckel und Scholven. Die Belegschaft wird zum großen Teil arbeitslos oder kommt auf anderen Zechen unter.
1964


Anlagen werden weiterhin für die Wasserhaltung benachbarter Zechen genutzt, sowie die Reparaturwerkstätten für die Stempel und „Ausbauten“ der DSK-Zechen.
1998

Die letzten Übertageanlagen werden offiziell zum Denkmal.
1999 Es werden erste Sanierungen an den Anlagen in und um die Maschinenhalle durchgeführt.
2000 Die Halle wird für eine größere Theaterinszenierungen erstmalig genutzt.
2003 Die Sanierung des Maschinenhallen-Gebäudes wird abgeschlossen.
2008 Feier im elitären Kreis zum 100jährigen Bestehen des Bergwerks Zweckel. (Bilder)
2009 Die Maschinenhalle wird 100 Jahre, ohne Feierlichkeiten.
2010



Das Ruhrgebiet ist in diesem Jahr Kulturhauptstadt. Der „Förderverein Zeche Zweckel e.V.“ bemüht sich um die Ausrichtung der "Aktion Schachtzeichen". Nach langem Ringen bekommt sie die Genehmigung von "Denkmalstiftung" und dem Kulturamt der Stadt Gladbeck. An den Pfingsttagen veranstaltet der „Förderverein Zeche Zweckel e.V.“ ein Stadtteilfest.


Die Werksdirektoren der Bergwerksdirektion Zweckel

(ehemals Berginspektion 5, Gladbeck Feldhauserstr.- Pferdekamp)



1910 - 1911

Bergassessor Bellmann
1911 - 1915

Bergrat Mentzel
1916 - 1922

Oberbergrat Frielinghaus
1922 - 31.12.1933

Oberbergrat Neidhart
01.01.1934 – 30.04.1937

Bergassessor Boesensell
01.05.1937 – 31.03.1938

Bergassessor Vogt als Betriebsdirektor
01.04.1938 – 30.11.1946

Bergassessor Vogt als Werksdirektor
01.12.1946 – 31.12.1949

Bergassessor G.Schneider als Betriebsdirektor
01.01.1950 – 31.03.1951

Bergassessor Helfritz als Betriebsdirektor
01.04.1951 – 1963

Bergassessor Helfritz als Werksdirektor


Die Grubenbetriebsführer der Zeche Zweckel



01.04.1908 – 31.12.1928

Hermann Lichte
01.01.1929 – 1.12.1936

Weißenfels
21.01.1937 – 3.05.1957

August Breer


Die Grubenbetriebsführer der Zeche Scholven



01.04.1908 – 30.04.1912

Josef Becker
01.08.1911 – 15.02.1917

Wilhelm Schmitz
01.03.1917 – 31.03.1940

Friedrich Pehl
01.04.1940 – 30.06.1950

Alfred Sträter
01.07.1950 – 30.09.1952

Johann Maas
01.08.1952 - 1963

Karl Schilling

Quelle: Bergwerksgesellschaft Hibernia (Herne)